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Individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung

Die individuelle Förderung jedes Schülers ist eine besondere Aufgabe auf einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler auf Basis ihrer persönlichen Stärken und Bedürfnisse gezielt unterstützt werden. Dabei werden Diagnostik, Bildungsplanung, individuelle Angebote, Leistungsfeststellung und kontinuierliche Dokumentation professionell aufeinander abgestimmt, um den Lern- und Entwicklungsprozess bestmöglich zu steuern. Dabei orientieren wir uns an den Bildungsplan SBBZ Lernen (2022).

 

Grafik: „Individuelle Lern- und Entwicklungsbegleitung (ILEB)“ von Staubitz, P. & Albrecht, C. (2024) nach Burghardt, M. & Brandstetter, R. (2008). Abgerufen von URL: https://wsd-bw.de/doku.php?id=wsd:grundlagen:ileb, CC BY-SA 4.0

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ILEB an der Neckartalschule 

An der Neckartalschule bekommt jedes Kind genau die Unterstützung, die es braucht. Wir planen den Unterricht nach den Stärken und Interessen der Kinder und bieten Aufgaben an, die passend für jedes Kind sind. Dabei arbeiten Lehrerinnen, Lehrer und Fachkräfte eng zusammen, beobachten die Lernfortschritte und passen die Förderung immer wieder an.

Hierzu gehören unter anderem folgende Bausteine:

Diagnostik

Prozesshafte Diagnostik

Unser pädagogisches Handeln richtet sich immer nach den individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler. Diese werden durch eine prozesshafte Diagnostik fortlaufend ermittelt.


Die Diagnostik an der Neckartalschule:

  • Zeigt die Stärken, Talente und Fähigkeiten jedes Kindes.

  • Bezieht Lern- und Verhaltensbeobachtungen aus dem Unterricht ein und wird regelmäßig reflektiert.

  • Macht sichtbar, welche Kompetenzen die Kinder bisher sicher erworben haben.

  • Zeigt auf, was als Nächstes gelernt werden kann.

  • Bezieht die Wahrnehmung des Kindes und der Erziehungsberechtigten mit ein.

  • Berücksichtigt Barrieren und Ressourcen im Umfeld des Kindes.

So kann die Schule jedes Kind individuell fördern und seine Lern- und Entwicklungsprozesse optimal begleiten.

 

Bildungsplanung

Schüler-Lehrer-Eltern Sprechtag

An der Neckartalschule gibt es regelmäßig einen Schüler-Lehrer-Eltern-Sprechtag. Dabei werden zuerst die Fortschritte jedes Kindes und die „Baustellen“ – also Bereiche, an denen noch gearbeitet werden kann – besprochen. Darauf aufbauend werden gemeinsam Lernziele festgelegt, an denen das Kind bis zum nächsten Sprechtag arbeitet. Beim nächsten Treffen werden dann diese Ziele überprüft und überlegt, wie es weitergeht, damit das Kind erfolgreich lernen und sich weiterentwickeln kann.

Schülersprechstunde

Jede Woche findet eine Sprechstunde für die Schülerinnen und Schüler statt. Dort können sie über ihre Lernfortschritte, „Baustellen“ und Ziele mit der Klassenlehrkraft sprechen. Dort ist außerdem auch Raum für persönliche Anliegen oder Sorgen. So bekommen die Kinder regelmäßig die Gelegenheit, Unterstützung zu bekommen und gemeinsam Lösungen zu finden.

 

Individuelle Bildungsangebote

Unterricht

Der Unterricht an der Neckartalschule richtet sich nach den Stärken und Lernvoraussetzungen jedes Kindes. Neben Lesen, Schreiben und Rechnen spielen auch Selbstständigkeit, Umgang mit anderen, Arbeit, Lernen und das eigene Selbstbild eine große Rolle. Unterschiedliche Angebote geben Sicherheit, fördern die Entwicklung und machen den Schulalltag abwechslungsreich.
Die Bildungsangebote:

  • Lassen Kinder eigene Ziele verfolgen.

  • Stärken Fähigkeiten im Unterricht und außerhalb.

  • Öffnen Zugänge zu förderlichen Lebensräumen.

  • Werden regelmäßig überprüft.

Im Rahmen der Individuellen Lern- und Entwicklungsbegleitung arbeiten Lehrkräfte, Eltern und Kinder gemeinsam an persönlichen Zielen – sowohl im Unterricht als auch durch spezielle Angebote, die jedes Kind individuell fördern.

Freitagsprojekte

In der Schule ist es wichtig, nicht nur auf das zu schauen, was Kinder noch lernen müssen, sondern auch auf das, was sie gut können. In Projekten, die an den Stärken und Interessen der Schülerinnen und Schüler ansetzen, können sie Selbstvertrauen entwickeln und positive Lernerfahrungen machen.
Bei den Freitagsprojekten wird der Klassenunterricht einmal pro Woche aufgelöst. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten dann jahrgangsübergreifend in selbst gewählten Projekten. Beispiele dafür sind kreatives Gestalten, Sport- und Bewegungsangebote, Kochen und Backen oder Natur- und Tierprojekte.
Die Gruppen wechseln regelmäßig, sodass die Kinder neue Erfahrungen sammeln, voneinander lernen und ihre eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln können.

 

Leistungsfeststellung

Individuelle Leistungsfeststellung

Die Leistungsfeststellung zeigt, was ein Kind bereits kann und welche Kompetenzen es erreicht hat.


Sie findet in alltagsnahen und lebenspraktischen Situationen statt, zum Beispiel im Unterricht, in Projekten oder im gemeinsamen Arbeiten.


Die Ergebnisse werden regelmäßig besprochen und überdacht.


Sie helfen dabei, Fortschritte zu erkennen, neue Ziele festzulegen und die vereinbarten Ziele weiterzuentwickeln.


Damit bildet die Leistungsfeststellung die Grundlage für die gemeinsame Planung von Schule, Eltern und Kind.

 

Dokumentation

Dokumentation ILEB-Prozess

Der gesamte ILEB-Prozess wird von den Lehrkräften dokumentiert.
Die Förderpläne werden regelmäßig überprüft und immer auch von den Eltern unterschrieben.
Die Dokumentation der Individuellen Lern- und Entwicklungsbegleitung

  • ist übersichtlich und verständlich aufgebaut

  • richtet sich an Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte

  • wird regelmäßig geführt

  • zeigt die Lernentwicklung und den Schulweg eines Kindes

  • macht Fortschritte und Entwicklungsziele nachvollziehbar

Die Dokumentation verbindet:

  • Diagnostik

  • gemeinsame Zielvereinbarungen

  • individuelle Bildungsangebote

  • Leistungsfeststellung

Sie dient als Grundlage für Gespräche und für die weitere Förderplanung im Schulalltag.
An der Schule wird ein einheitliches und verbindliches Förderplan- und Zielvereinbarungsformular verwendet, das vom Kollegium gemeinsam entwickelt wurde.